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Testamentsvollstreckung und Stiftungsmanagement durch Banken und Sparkassen
Kunden halten und gewinnen durch Generationen-Banking
Stefan Fritz, Assessor, Zentralbereich Erbschaften & Stiftungen, HypoVereinsbank, München Ralf Josten, LL.M. oec., Chefsyndikus, stellv. Zentralbereichsdirektor, Kommunen/Recht, Kreissparkasse Köln Dr. Volker Lang, Rechtsanwalt, VRT Linzbach, Löcherbach und Partner, Bonn Dr. Maximilian A. Werkmüller, LL.M., Syndikus und Leiter Family Office, HSBC Trinkaus & Burkhardt KGaA
ca. 350 Seiten ISBN 10: 3-936974-36-5; ISBN 13: 978-3-936974-36-2 Erscheinungsdatum: 30.03.2006 Hardcover
In Deutschland wird immer mehr vererbt: Über die Hälfte des Geldvermögens befindet sich im Eigentum der über 55-Jährigen. Allein in den nächsten fünf Jahren geht schätzungsweise rund ein Zehntel des gesamten Privatvermögens auf die nächste Generation über. Der Handlungsbedarf in der Kreditwirtschaft liegt auf der Hand. Bei der Betreuung vermögender Kunden werden daher Überlegungen angestellt, auf welche Weise Geschäftsbeziehungen auch nach dem Tode des Kunden erhalten werden können. Zu diesem Zweck haben sich zwei Instrumente als besonders wertvoll erwiesen: die Testamentsvollstreckung und die Stiftung. Das Angebot der Bank oder Sparkasse, als Testamentsvollstrecker für bestimmte Kunden zur Verfügung zu stehen, ist aus vielerlei Gründen interessant: Zum einen erhält der Kunde die Gewissheit, dass seine letztwilligen Verfügungen auch tatsächlich vollzogen werden. Auflagen und besondere Wünsche werden eingehalten. Zum anderen kann er sicher sein, dass der Nachlass für seine Erben mit besonderem wirtschaftlichem Sachverstand verwaltet wird. Und das auch über einen sehr langen Zeitraum. Die Rechtsprechung hat diesen Argumenten nun Rechnung getragen und den Weg für eine professionelle Testamentsvollstreckung durch Kreditinstitute frei gemacht. Vor diesem Hintergrund dürfte auch das Stiftungsmanagement als Bankdienstleistung noch stärker an Bedeutung gewinnen. Seit Jahren zeichnet sich ein großes Interesse daran sowohl von Seiten der Kunden als auch der Banken ab. Denn eine Stiftung bringt für beide Seiten Vorteile: Bereits zu Lebzeiten kann sie für den Kunden Erfüllung und Sinngebung bedeuten. Nach seinem Tod steht sie als Erbin oder Vermächtnisnehmerin für die Erhaltung seines Lebenswerkes oder seiner ideellen Werte über den eigenen Tod hinaus. Ein Wunsch, der bei vielen sehr vermögenden Kunden zunehmend an Bedeutung gewinnt. Das betreuende Kreditinstitut profitiert ebenso, denn: Mit der Gründung einer Stiftung entsteht eine ideale Kundin. Sie ist mit Vermögen ausgestattet, das sie nicht ausgeben darf. Das vorliegende Buch will Rechtssicherheit schaffen und dem Leser eine praxisorientierte Anleitung geben, wie Stiftungsgründung und Testamentsvollstreckung erfolgreich in der Bankpraxis umgesetzt werden können. Dazu ist das Werk nach den Abläufen in der Bank gegliedert. Dabei wird zunächst die rechtliche Ausgangslage dargestellt und strategische Vorüberlegungen aus Sicht der Bank angestellt. Dann werden Akquisition und Organisation des Geschäfts, Vorbereitungen für den Todesfall mit dem Kunden und die richtigen Maßnahmen nach Tod des Kunden ausführlich sowohl für die Testamentsvollstreckung als auch die Stiftung besprochen. Ein abschließendes Kapitel widmet sich der Haftung von Banken und Sparkassen gegenüber Erben, Vermächtnisnehmern und Dritten. Das Buch eignet sich also für alle mit diesem Geschäft befassten Mitarbeiter in Markt und Marktfolge ebenso wie für Vorstände/Bereichsleiter/Projektleiter, die den Einstieg in dieses Geschäft prüfen wollen und interne sowie externe rechtliche Berater und Prüfer dieser Gruppen.
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